Das mediterrane Grillvergnügen oder
Grillen und gesundheitlich ambitionierte Ernährung, passt das zusammen?
Kennen Sie das? Ein sommerlicher Gedanke steigt auf. "Heute können wir wieder einmal grillen!" Die Vorstellung würziger Grill-Aromen und der Duft von glimmender Holzkohle lässt uns das Wasser im Munde zusammen laufen. Doch müssen es immer Bratwürste und
Schweinebauch sein? Diese ganzen Fleischberge und schweren Grillsaucen sorgen da doch häufig für ein Völlegefühl, das gern den Spätfilm (mit Kevin Bacon!) überdauert und manchmal auch am nächsten Morgen noch präsent bleibt. Natürlich wird jedes Pulver erst durch die Dosis zum Gift und so ist natürlich auch alles schwer Verdauliche tolerierbar, so man sich eher selten damit konfrontiert.
Wie wäre es aber mit Grillen ohne Reue, gesundheitlich ambitioniert und dennoch wirklich lecker?! Dann versuchen sie es doch einmal mit mediterranem Gemüse- und Fischgrillen. Was, Grünzeug grillen,…ich höre schon die Zweifler, …und das soll schmecken? Sie werden überrascht sein. Das schmeckt erstaunlich gut, aromatisch, würzig und absolut grill-typisch. Ich wette sie werden ein Fan dieser Grillvariante.
Wählen sie das Grillsystem
Zunächst wählen sie einmal den für sie passenden Grill aus. Da haben wir zunächst den "Teutonen-Grill". Der steht allerdings eher an der Adria, z.B. in Rimini und bräunt, oder rötet unsere Landesgenossen, Bratwurst gleich auf heißen Sandparzellen aufgereiht, sozusagen Fleisch auf heißem Sand. Aber davon wollen wir uns abwenden und widmen uns nun den drei üblichen Grillsystemen.
Zum ersten gibt es den klassischen Holzkohlegrill. Der bietet neben der Hitze mittels glühender Kohle die damit verbundenen Röst- und Holzkohle-Duftaromen. Der Holzkohlegrill in stabiler und komfortabler Bauweise ist der unumstößliche Klassiker der Grillsysteme.
Zum zweiten finden sie den Elektro-Grillplatten-Grill. Das ist eine leicht bedienbare Variante, die sich ohne Probleme überall, auch unter der Markise betreiben lässt. Die Geräte bieten eine auf Beine gestellte große Grill-Pfanne mit einer beschichteten Bratfläche. Das Grillgut erfährt seine Garung durch einen Bratvorgangs, nicht durch klassisches Grillen. Würzige Grillaromen können nicht erzeugt werden, daher ist der Begriff Elektro-Grill eher irreführend.
Zum dritten bieten sich die gasbetriebenen, meist ziemlich komfortablen Barbecue-Grills an. Sa "BBQ" hat in den USA absoluten Kult-Status. Die nordamerikanischen Grillprofis haben ihre Grillsysteme im Laufe der Jahrzehnte perfektioniert. Das Gas versorgt eine Flamme, deren Größe und Ausbreitung steuerbar ist und die darüber platzierte Grillfläche erhitzt. Ideal an diesem System ist die flexible Nutzbarkeit der Hitze, die sofort zur Verfügung steht, sich aber auch sofort abstellen lässt. Grillaromen sind durch die offene Flamme herstellbar, einzig der Duft der Holzkohle fehlt. Dafür halten allerdings die Premium-Geräte Lösungen bereit. So können sie kleine Holzstäbe, z.B. aus Hickory-Holz, in vorgesehene Öffnungen des Systems stecken, die dann verglimmen und den gewünschten Duft beisteuern. Diese BBQ-Grills sind ideale Grillsysteme, komfortabel und letztlich davon abhängig, wie viel Platz sie dem Gerät einrichten und wie weit sie ihr Portmonee öffnen möchten.
Wählen sie ihr Grillgut aus
Als Gemüse kommt praktisch alles in Frage, was sie mögen. Am schönsten stellen sich attraktive Mischungen dar. Paprika in allen drei Farben, ist hier grundsätzliche zu empfehlen. Dazu gesellen sich Zwiebeln, Zucchini, Karotten, aber Champignons und Broccoli. Zerkleinern sie grob die Gemüse und marinieren diese mit Meersalz, Pfeffer, Paprika und Olivenöl.
Nun brauchen sie für ihren Gemüse-Mix noch ein spezielles Grill-Handwerkszeug, den Grill-Wok. Das ist ein gelochter Metall-Wok mit Griff, dessen thermo-physikalische Eigenschaften zulassen, dass sie ihn direkt auf der Grillfläche nutzen können. Sie schwenken den Gemüse-Mix direkt auf der Grillfläche, Röstaromen entstehen und der erwünschte Holzkohle-Duft dringt durch die Lochung des Grill-Woks. Ungeschälte, gekochte Kartoffeln bekommen ihr Grill-Finish direkt auf der Grillfläche und ersetzen Pommes und Co. Mit Fisch, Gambas und Meeresfrüchten verfahren sie genauso. Alternativ spannen sie entsprechend mariniert ganze Fische oder Fischfilets in Grill-Fisch-Halter und legen diese auf die Grillfläche.
Stellen sie Grillsaucen selbst her
Kochen sie reichlich geschälte Tomaten, Paprika, Chili, Zwiebeln und Knoblauch, würzen sie mit Salz, Pfeffer, Paprika, Curry, Zitrone, Brühe und weißem Balsamico. Es entsteht ein Grillgrundsauce, von der sie am Besten ein paar Einheiten einfrieren, so haben sie den Sommer über immer eine frisch erzeugte, nicht fette Grillsauce verfügbar. Sie können diese dann nach Wunsch verfeinern und anpassen.
Einen Kräuterquark zu den Kartoffeln stellen sie mit Meersalz, Olivenöl und ein paar frischen Kräutern selbst her. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Probieren sie ruhig einmal eigene Kreationen aus und kombinieren sie Ungewöhnliches. Sie werden sicher überrascht sein, was beim Grillen so alles funktioniert. Ihre Gäste werden beeindruckt sein und es ihnen danken.
Weinempfehlung
Zum Grillen passen aromatische Rosé-Weine. Sie sind längst die idealen Partner der Sommerküche und vereinen das Erfrischende des gekühlten Weins mit der fruchtigen Aromatik eines Rotweins.
Wir empfehlen:
SALAMANDRA Rosado
Spanien Castiila y Leon
Francois Lurton in Villafranca de Duero
Sie genießen eine hoch aromatische und würzige Grill-Variante, die ihnen garantiert Lust auf Wiederholung macht, gesundheitlich ambitionierte Ernährung inklusive.
Von Andreas Walter









